Analytik

Analytik

Dank zahlreicher Analysegeräte können wir für Sie fast alle Abklärungen rund um flexible Packstoffe vornehmen. Das hilft bei der Optimierung von Packstoffen ebenso wie bei unserer Wareneingangskontrolle. Dank Infrarot-Spektrometrie, DSC-Analysen, Microtom-Schnitten, Gas-Chromatografie, Massen-Spektrometrie etc. bleiben uns keine Details verborgen.

In der Navigation unten finden Sie eine kurze Beschreibung der beiden wichtigsten Analysemöglichkeiten.

Kalorimetrie

Grundlagen zur Kalorimetrie (DSC)

Die Geräte namens „DSC“ (Differential Scanning Calorimeter) dienen der Analyse eines Polymers, wie z.B. eines Polyethylens (PE). Mit unserem DSC können wir für ein PE so beispielsweise bestimmen, wie hoch der Anteil LDPE und LLDPE ist.

Das Gerät erhitzt dazu eine Probe und zeichnet dabei auf, bei welchen Temperaturen diese Wärme aufnimmt (speichert) und wieder abgibt. Das ist der Fingerabdruck eines Polymers. Wer genau wissen will, wie ein DSC funktioniert, findet das auf  Wikipedia.

Wie wir unser DSC für Sie einsetzen

Unser DSC ist ein vielbeschäftigtes Gerät. Ursprünglich zur Entwicklung von PE-Rezepturen beschafft, dient es heute auch täglich der Qualitätssicherung. Die Aufgaben unseres DSC sind:

  • Entwicklung neuer PE: Wir verfügen dank unserer Arbeit mit technischen Laminaten über viel Erfahrung bei der Entwicklung von PE-Rezepturen. Das DSC erlaubt uns, genaue Rezeptur- / Siegelverhaltensnalysen vorzunehmen.
  • Verbesserung eines PE: Wenn Sie mit den Siegeleigenschaften oder dem Hotlack eines nicht von uns stammenden PE nicht zufrieden sind, können wir dessen Zusammensetzung feststellen und gezielt die Rezeptur verbessern.
  • Rohmaterialprüfung: Bei heiklen Siegelschichten (z.B. einer speziellen Peel-Folie) prüfen wir bei jedem Wareneingang, ob die Lieferung absolut spezifikationskonform ist. Das garantiert Ihnen gleichbleibende Siegeleigenschaften.

Grundlagen zur Gas-Chromatografie

Grundlagen zur Gas-Chromatografie (GC)

Bei Packstoffen dient der Gas-Chromatograf (GC) der Analyse von Restlösemitteln in Drucken oder Kleberschichten. Ein zu hoher Restlösemittelanteil stellt ein Risiko dar, denn er führt zu unerwünschten Gerüchen oder schlechter Verbundhaftung von Laminaten. Darum messen wir jede Produktion mehrfach.

Der GC ist dabei in der Lage, ein Gemisch von Lösemitteln in seine einzelnen Komponenten zu zerlegen. So ist auch bekannt, wie sich die Restlösemittel zusammensetzen. Eine detaillierte Beschreibung der Gaschromatografie finden Sie auf Wikipedia.

Wie wir unseren GC für Sie einsetzen

Es geht uns eigentlich immer um Qualitätssicherung. Wir stellen für jede Produktion mehrmals sicher, dass:

  • Der Restlösemittelanteil so tief ist, dass Ihr Produkt dadurch nicht beeinträchtigt wird (etwas Restlösemittel bleibt immer vorhanden).
  • Keine unerwünschten Komponenten, wie z.B. Toluol, enthalten sind.

Jede seriöse Druckerei setzt heute einen GC zur Qualitätssicherung ein. Die Unterschiede in der Anwendung finden sich dabei in der Seriosität und der Messhäufigkeit. Unser Gerät ist daher mit einem sogenannten Autosampler ausgerüstet, was uns eine grosse Anzahl an Messungen ermöglicht.

Wie tiefe Restlösemittelanteile sind zulässig?

Das ist eine Frage, auf die es keine schlüssige Antwort gibt. Aus vielen Jahren Erfahrung in der Zusammenarbeit mit grossen Markenartiklern haben sich für uns aber folgende Faustregeln ergeben:

  • Restlösemittelanteile von ≤ 20 mg/m² sind immer erreichbar und für Lebensmittel in fast allen Fällen ein ausreichend tiefer Wert.
  • Werte von ≤ 5 mg/m² werden gelegentlich gefordert, sind erreichbar, aber ein Kostentreiber. So tiefe Werte bedingen langsame Produktionsgeschwindigkeiten und laufende Messung der Restlösemittel. Das ist technisch möglich, kostet aber Geld.
  • Werte deutlich über 20 mg/m² sind heikel.

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